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Stellungnahme zur Meldung der Verbraucherzentrale NRW über MEP

  • MEP prüft Vertragsbedingungen
  • Erläuterung zur Wirtschaftlichkeitsberechnung und zum Mietpreis

In einer Pressemeldung vom 05.03.2018 kritisierte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) das Solaranlagenmietmodell der MEP. Im Folgenden nimmt MEP zu den einzelnen Kritikpunkten Stellung.

1. Fälligkeit der Mietzahlung vor Inbetriebnahme

Es ist richtig, dass die Fälligkeit der Mietzahlung bisher laut Mietvertrag zwischen MEP und dem Kunden unabhängig ist vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Die Fälligkeit beginnt ab dem ersten des übernächsten Monats nach erfolgter Montage und Installation (DC- und AC-Anschluss). Der Zählertausch und die Inbetriebnahme erfolgen in Koordination mit dem zuständigen Netzbetreiber in der Regel innerhalb von 8-12 Wochen.

Im Jahr 2017 kam es aus verschiedenen Gründen leider zu Verzögerungen in diesem Prozess, wodurch sich für einige Kunden der Zeitraum bis zur Inbetriebnahme verlängerte. Zu Lieferschwierigkeiten des damaligen Kooperationspartners und Zähler-Lieferanten kam unter anderem hinzu, dass leider immer wieder Fristen im Rahmen des von der Bundesnetzagentur vorgegebenen Prozesses auf Seiten der ca. 850 verschiedenen Netzbetreiber in Deutschland nicht eingehalten werden, ohne dass dies Konsequenzen für den Netzbetreiber hat. Dadurch entstehen enormer Mehraufwand für MEP und Wartezeiten für den Kunden.

Als Reaktion auf die beschriebene Problematik arbeitet MEP bereits seit mehreren Monaten an einer flexibleren Gestaltung des Mietbeginns, was aufgrund der zugrundeliegenden Finanzierungsstruktur bisher nicht ohne Weiteres geschehen konnte.

Hierzu Geschäftsführer Konstantin Strasser: „Letztlich soll es nicht das Problem des Kunden sein, wenn der Zählertausch sich verzögert. Wir haben bereits in der Vergangenheit zahlreiche Schritte unternommen, um die Inbetriebnahme der Solaranlagen zu beschleunigen. In letzter Konsequenz haben wir uns 2016 als Messstellenbetreiber zertifizieren lassen. Dennoch dauert der Inbetriebnahmeprozess bei einigen wenigen Kunden noch zu lange. Als Vermieter, der die Solaranlage über 20 Jahre vorfinanziert, ist es unser ureigenstes Interesse, dass die Solaranlage schnell ans Netz kommt und der Kunde vom eigenen Solarstrom profitieren kann. Die Verzögerungen, welche sich in den letzten sechs Monaten aus mehreren Gründen ergeben haben, wurden bereits in großen Teilen abgearbeitet. Nichtsdestotrotz nehmen wir die Situation ernst und arbeiten an einer Lösung im Sinne unserer Kunden.“

2. Höherer monatlicher Mietpreis als bei Mitbewerbern

Der Mietpreis bei MEP umfasst für den Kunden sämtliche Leistungen von der individuellen Planung und Beratung über die Montage inklusive damit eventuell notwendigen Elektroarbeiten (z. B. Zählerschrankumbau), Wartung, Service und einer Allianz All-Risk-Versicherung über die gesamte Mietdauer bis hin zu sämtlichen anfallenden Reparaturarbeiten und Ersatzteilen.

Die Verbraucherzentrale NRW hat kürzlich mehrere vergleichbare Angebote anderer Anbieter untersucht und dabei festgestellt, dass bei vielen dieser auf den ersten Blick günstigeren Anbieter Extrakosten für diverse Leistungen anfallen (etwa für die Anmeldeformalitäten beim Netzbetreiber oder die Versicherung). Dies ist bei MEP nicht der Fall. Der Kunde erhält ein Rundum-Paket ohne Zusatzkosten.

3. Zugrundeliegende Annahmen über Strompreiserhöhungen

Auf Basis der Strompreis-Entwicklung der vergangenen Jahre (2004 lag der durchschnittliche Strompreis bei 17,69 ct/kWh, heute bei 28,68 ct/kWh) liegt der Wirtschaftlichkeitsberechnung von MEP, welche für jeden Kunden individuell erstellt wird, eine Strompreisinflation zwischen 4% und 6% zugrunde. Auch die für die Wirtschaftlichkeit des Kunden wichtigen Eigenverbrauchsquoten werden in einer Matrix angegeben, weil die durchschnittliche Eigenverbrauchsquote nicht über 20 Jahre statisch dargestellt werden kann. Vielmehr ist es das Ziel der MEP, den Kunden zu unterstützen, seine Eigenverbrauchsquote über die Zeit signifikant zu erhöhen.

Abbildung: Beispiel einer Wirtschaftlichkeitsberechnung (Solaranlagengröße 4,64 kWp, individuell ausgerechneter Strombedarf)

4. Annahmen zum Eigenverbrauch

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt jedem Kunden zudem auf, von welchem Eigenverbrauch auf Basis der Anlagengröße und des individuellen Strombedarfs im Haushalt auszugehen ist und wie sich die Anlage damit für den Kunden rentiert. Hierfür wird die Ersparnis für jedes einzelne Jahr der gesamten Mietdauer transparent errechnet. Die durchschnittliche prognostizierte Eigenverbrauchsquote des Kunden liegt, anders als kolportiert, zwischen 30 % und 40 % und damit in einem absolut realistischen Bereich. Die Validität der zugrundeliegenden Einstrahlungsdaten aus PVGIS und des verwendeten Lastenprofils H0 wurden in einer technischen Due Diligence von der unabhängigen meteocontrol GmbH bestätigt. Sämtliche für die Wirtschaftlichkeitsberechnung relevanten Datenquellen und Basiswerte sind einsehbar und nachvollziehbar.

Zusätzlich werden weitere Eigenverbrauchsquoten aufgelistet, damit die Auswirkung für den Kunden ersichtlich ist, wenn er weniger oder mehr von seinem produzierten Solarstrom selbst verbraucht, als angenommen.

Pressemitteilung zum Download